Schöllkraut

Schöllkraut

Der Mai ist gekommen, und damit auch das Schöllkraut - chellidonium majus. Der Name leitet sich vom griechischen Wort chelidon - Schwalbe ab. Und im Mai kommen die Schwalben zurück. Das Mohngewächs mit den schönen Blättern und den zarten gelben Blüten habe ich in der Kurfürstenstraße in Steglitz gesehen. Es wurde früher auch Warzenkraut genannt ...

Der Gebrauch des Schöllkrauts als Heilpflanze ist sehr alt. Auffällig an der Pflanze ist der orangefarbene Milchsaft, der in der ganzen Pflanze enthalten ist. Er hat eine leicht ätzende, virenhemmende Wirkung und soll auf Warzen aufgetragen diese zum Verschwinden bringen. Wer Probleme damit hat, kann es ja mal versuchen.

Wie alle Mohngewächse enthält auch das Schöllkraut geringe Mengen von Alkaloiden, die früher zur Schmerzlinderung bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt wurden. Von Selbstversuchen ist aber in diesem Fall dringend abzuraten. Freuen wir uns lieber darüber, dass diese alteingesessene Heilpflanze immer noch im Stadtbild zu finden ist.