Wegerich

Breitwegerich an einem Radweg, Foto: Elke Behrends


Diese Wildpflanze ist äußerst hart im Nehmen. Ob auf Wiesen oder in den Ritzen der Gehwege - Fußtritte machen dem Breitwegerich, Plantago major, nicht viel aus. Hier hat er sich an einem Radweg breitgemacht, zusammen mit einigen Halmen Mäusegerste.

Der Wegerich ist eine ausdauernde, heimische Pflanze, die jedes Jahr am gleichen Standort zu finden ist. Aus ihrer Blattrosette treibt sie jedes Jahr wieder neue Blüten. Aus der gleichen Gattung findet man auch oft den Spitzwegerich (Plantago lancelota) mit aufrechten, lanzenartig nach oben gereckten schmalen Blättern am Straßenrand. Hier hat ein Spitzwegerich Halt an einer Litfaßsäule gefunden.

Spitzwegerich an einer Litfaßsäule, Foto: Elke Behrends
Alle  Wegerich-Arten werden schon seit dem Mittelalter als Heilpflanzen geschätzt. Sie enthalten Gerb- und Schleimstoffe. Besonders die zerquetschten Blätter des Spitzwegerichs werden  äußerlich zur Wundbehandlung empfohlen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei Insektenstichen ein guter Tipp.

Die Samen des Breitwegerichs bilden bei Regen einen klebrigen Schleim und heften sich an die Sohlen von Menschen, Tieren und an die Reifen von Transportmitteln. Auf diese Weise konnte er sich entlang der Wege und Straßen gut verbreiten. Heute ist der Wegerich auf der ganzen Welt zu finden. In Nordamerika nannten ihn die Indianer angeblich “Fußstapfen des weißen Mannes”, denn er tauchte überall dort auf, wo weiße Siedler aus Europa sich niederließen.