Stechapfel

Stechapfel vor einer Grafitty-Wand, Foto: Elke Behrends

Eine überaus giftige Schönheit am Straßenrand ist der Stechapfel, Datura stramonium. Hier habe ich ihn in der Nähe einer Baustelle gefunden. Man sieht ihn aber ab und zu auch am Straßenrand und auf anderen Brachflächen, denn er ist sehr widerstandsfähig und übersteht auch große Trockenheit. Der Stechapfel ist in Südamerika und Asien heimisch. Aber auch in Europa waren Datura-Arten schon in der Antike bekannt.

Sämtliche Teile der Pflanze sind stark giftig und enthalten Alkaloide. Die Droge führt schon in sehr geringen Mengen zu Halluzinationen und Lähmungserscheinungen mit Todesfolge.

Die weißen, trompetenförmigen Blüten des Stechapfels öffnen sich nachts und werden von Nachtfaltern bestäubt, die von dem intensiven süßen Geruch angezogen werden. Den Namen Stechapfel verdankt die Pflanze seinen stacheligen Fruchtkapseln.

 

Stechapfel am Straßenrand, Foto: Elke BehrendsStechapfel auf einer Baustelle am Kanzleramt, Foto: Elke Behrends



Eine Verwandte des Stechapfels ist in unseren Gärten und Terrassen eine beliebte Kübelpflanze: Die Engelstrompete hat ähnliche trichterförmige Blüten, die schwer an den Enden der Stängel herunterhängen und vor allem nachts einen intensiven Duft verströmen. Auch die Engelstrompete enthält giftige Stoffe und sollte von Kindern ferngehalten werden.

Der Stechapfel gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse. Viele Arten dieser Pflanzenfamilie sind uns wohlbekannt: Kartoffel, Tomate, Aubergine, Paprika, Cayennepfeffer und auch Tabak gehören dazu.