Rotklee

Rotklee an Hauswand, Foto: Elke Behrends

Rotklee, auch Wiesenklee genannt, ist eine weit verbreitete Futterpflanze, die - wie der Name schon sagt - typischer Weise auf Wiesen beheimatet ist. Hier hat er sich zur Abwechslung mal mitten in Berlin an einem Hauseingang niedergelassen.

Wie viele zugewanderte Stadtbewohner ist auch er ein Tiefwurzler, das heißt, er kann bis zu 2 Meter lange Wurzeln entwickeln, die ihm ein mehrjähriges Überleben auch an urbanen Standorten sichern.

Trifolium pratense, der lateinische Name sagt es schon, hat normalerweise drei eiförmige, unten zusammengewachsene Blätter. Sind es, was bei der Wildform selten vorkommt, einmal vier Blätter, wird dies, wie jeder weiß, in unseren Breiten als Gückssymbol gedeutet.

Die rosafarbenen Blütenköpfchen des Rotklees - viele einzelne, zu einem Köpfchen vereinten Schmetterlingsblüten -  enthalten reichlich Nektar und sind eine beliebte „Honigweide“ für Hummeln und Bienen.

Doch die Blüten enthalten noch einen anderen Stoff, dem in der Pflanzenheilkunde zunehmend Beachtung geschenkt wird: In den Blüten des Rotklees sind in relativ großen Mengen Isoflavonoide enthalten, die nachweislich eine phyto-östrogene Wirkung besitzen. Diese Wirkstoffe sind in medizinischen Präparaten inzwischen zur Behandlung von klimakterischen Beschwerden im Handel erhältlich.