Blaustern

Blaustern (Scilla) am Wegesrand, Foto: Elke Behrends


Wenn die blauen Blütensterne des Zweiblättrigen Blausterns (Scilla bifolia) auf den Rasenstücken am Straßenrand erscheinen, ist der Frühling bald da. Der Blaustern ist eine der ersten Blütenpflanzen - neben Schneeglöckchen und Winterling - die den Bienen und Insekten Nahrung bieten.

 

Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, breitet er sich immerweiter nach Norden aus. Die Zwiebeln vermehren sich durch Teilung und die Pflanzensamen werden durch Ameisen verbreitet. Die Gattung Scilla umfasst ca. 70-90 Arten. Sehr ähnlich dem Zweiblättrigen Blaustern und bei uns weit verbreitet ist auch der Sibirische Blaustern (Scilla siberica)

Man könnte denken, dass die Bezeichnung Scilla etwas mit dem Meerungeheuer Skylla aus der griechischen Mythologie zu tun hat, das Odysseus und seinen Geährten in einer Meerenge aufgelauert hat. Dies ist aber eher unwahrscheinlich.

Auch wenn die Blausternchen hübsch aussehen, so sollte man sie nicht pflücken. Zum einen, weil sie giftige Gykoside enthalten, zum anderen, weil sie zu den geschützten einheimischen Pflanzen zählen. In Gärten und Parks werden sie gerne angepflanzt. Wenn die Blausternchen verblüht sind, überdauern die Zwiebeln den Rest des Jahres unsichtbar unter der Erde. Und sammeln Kraft für das nächste Frühjahr.