Ackerglockenblume

Ackerglockenblumen hinter einem Absperrgitter, Foto: Elke Behrends

Im Sommer sieht man an verschiedenen Stellen in Berlin am Straßenrand diese hübsche Wildpflanze, die Ackerglockenblume. Von den Äckern verdrängt, hat sie in der Großstadt einen neue Bleibe gefunden. Zuverlässig erscheint die Staude jedes Jahr wieder am gleichen Standort.

Carl von Linné, der Begründer der Pflanzensystematik, hat ihr in seinem 1753 veröffentlichten Werk Species Plantarum den lateinischen Namen Campanuala rapunculoides gegeben. Campanula heißt Glöckchen, und so sehen die blauvioletten Blüten, die einseitig an der Blütentraube hängen, auch aus. Von der Gattung Campanula gibt es weltweit mehr als 300 Arten. Man findet sie an verschiedensten Standorten, auf Wiesen, in Wäldern, an Wegrändern und im Gebirge. Viele von ihnen sind auch beliebte Zier- und Gartenpflanzen. Unsere Ackerglockenblume gedeiht am Besten in stickstoffsalz- und kalkhaltigen Böden, wie sie in der Großstadt vorwiegendzu finden sind.

Ackerglockenblume in einer Hofecke, Foto: Elke Behrends
Als Besonderheit bildet sie nach der Blüte so genannte Porenkapseln, mit denen sie durch die Bewegung des Windes ihre vielen Samen vestreut, ähnlich wie die Mohnblume.

Medizinische Eigenschaften kann die Ackerglockenblumen nicht aufweisen; sie ist einfach eine hübsche, sehr widerstandsfähige Pflanze, die unser Auge erfreut und den Bienen in der Stadt Nektar bietet.

Ackerglockenblumen an einem Poller am Straßenrand, Foto: Elke BehrendsAckerglockenblumen an einem Poller am Straßenrand, näher; Foto: Elke Behrends